Der Wanderweg von Frick über das Bänkerjoch nach Aarau lässt auf der Nordseite die Dörfer Wölflinswil und Oberhof rechts im Tal liegen. Und da auf der Höhe des Bänkerjoches auch keine Passraststätte anzutreffen ist, sei vor dem Start an Tranksame und Proviant erinnert. Der Wanderweg vom Bahnhof Frick führt unter der Bözberg-SBB-Linie in die Gemeinde Gipf-Oberfrick. Anfangs Dorf lehnt sich der Wanderweg gegen Süden an die rechte Talseite an. Im Strassendorf sind einige alte Fricktaler Bauernhäuser zu bewundern. Dem Kunstfreund sei ein Besuch in der modernen Wendelinskirche von Gipf empfohlen. Diese wurde 1969 erbaut. Für die Architektur zeichnet Hannes Brütsch verantwortlich. Das ganz Besondere der Kirche aber sind die Glasfenster von Ferdinand Gehr aus dem Jahre 1973. Zum Zusammenspiel von Architektur und Glasmalerei kann man im Kunstführer der Kirche lesen: "Das Glas muss in seiner lichtvollen Durchlässigkeit und Leuchtkraft erhalten bleiben. Das bedingt grossflächige, reine Farbgläser, die zudem in der Wahl der Farben zusätzliches Licht in den Raum tragen. Das bewirken die vielen schönen Blau und Gelb in Gers Fenstern. Das farbige Bild soll eine gelöste Atmosphäre der Freude und Ueberhöhung schaffen. Das Glas darf die Architektur nicht überspielen, muss sie aber verklären." Elf Fenster hat Ferdinand Gehr für diese Dorfkirche geschafffen. Durch ein Seitental führt der Weg über das Haugerhölzli Richtung Bänkerjoch. Zum Rasten lädt der Picknickplatz bei der Wölflinswiler Waldhütte ein. Von dort führt der Weg, dem Waldhang folgend, gemächlich zum Bänkerjoch. In der Marschrichtung rechts vom Pass lockt ein Abstecher auf die 200 m höher gelegene Wasserflue (866 m ü.M.) mit neuem Fernmeldeturm auf dem Sporn des Kettenjura-Höhenzuges (Aufstieg ca. 1 Stunde). Beim Abstieg vom Bänkerjoch öffnet die Erdrinde ihre Millionen-Jahre-Geschichte. Oestlich des Weges liegt die Keupergipsgrube "Riepel" (Koordinate 645200/253900). Diese Gesteinsschichten bildeten sich vor über 200 Millionen Jahren in einem seichten, warmen Meer bei einem Wüstenklima. In den Felsen der Bänkerklus oberhalb von Küttigen sind geringe Spuren einer Ruine erhalten, welche auf eine sagenhafte Burg "Königstein" zurückgeht, wo zur Zeit der Gründung der Eidgenossenschaft ein gewalttätiger Ritter seine Herrschaft ausübte. Die Erinnerung an diese Macht und Herrlichkeit ist nur noch Legende. Aus der Industrialisierung stammt der grosse Gebäudekomplex am Ausgang der Bänkerklus. Das imposante Gebäude mit dem ausgebauten Mansardendach war zuerst eine Papiermühle der Aarauer Buchdruckerei Sauerländer. Später folgten Textilbetriebe. Heute ist die alte Industriebaute durch Wohnungen wieder belebt. Von besonderem Reiz ist der alte Dorfteil von Küttigen an der Bänkerstrasse, wo Häuser mit Vorgärten das Ortsbild prägen. Bei der Strassengabelung Staffelegg-Bänkerstrasse erinnert das Wirtshaus "Zum Kreuz" an die alten Zeiten des Passverkehrs über die Staffelegg, wo die Küttiger Fuhrleute für den Vorspann sorgten. Durch neuere Wohnquartiere in Südlage führt der Weg von Küttigen in die Kantonshauptstadt Aarau.
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